29.6.09

Forschungsentwurf für Marcus’ Lehrforschung in Ruanda/DRC

Problem definition

The past 15 years Eastern Congo/Zaire has been marked by ongoing armed conflict. The inability of the weak state to effectively regain control over territories, resources, institutions and people led to an increasing influence of non-state actors. While quickly altering and reconfiguring militia groups continue to exercise control and to compete with the state, religious communities also show a continuity in their presence and apparent relevance for the population.

The church landscape on the Protestant side, though, like in many other parts of Africa, experiences a time of further diversification as many new churches come into being. With the multitude of Pentecostal Churches (more than 50 in Goma alone) forming a web across large areas, the question to what extent they actually take on the role as actors of civil society. As Gifford (1998: 347) explains, these churches hold the potential to e. g. break down ethnic barriers and thus contribute effectively to conflict transformation and a reconstruction of a fractured society. However, whether this active and deliberate involvement in society is a common phenomenon or whether they tend to be inwardly-oriented or experience certain obstacles in doing so, remains unclear.

 

Theoretical Background

According to Dudouet (2006: 50) the roots as well as the key to the transformation of protracted conflicts are located in the dialectical relationships between structures and agents and there are few organisations able to alter structures and the external environment of such conflicts. Therefore, the focus of the Berghof Research Center for Constructive Conflict Management has been on “agents of peaceful change” who contribute to the creation of just and peaceful sustainable structures. Lederach (1997) used the term “peace constituencies” in order to describe these agents as “network[s] of social and political actors (groups and individuals, especially influential leaders at the Track 2 and 3 levels[)], who have an interest in crisis prevention and peaceful forms of conflict settlement”. Of primary concern in this respect are “influential middle-range actors from different communities in a society who are willing and able to build bridges to like-minded people across the lines of conflict” (BRC website).

 

Research Question

During my fieldwork in Rwanda and the DRC I will analyse the way in which Pentecostal Churches in Eastern Congo deal with this situation marked by uncertainty and conflict. To this end I will try to analyse and sketch the societal relevance of the various Pentecostal Churches in Goma and find out about their attitudes and initiatives concerning the conflict and possibly conflict resolution. I plan to establish certain profiles and typologies which represent social and organisational structures of the churches as well as their interest in engaging in reconciliatory activities. The objective is to answer the question To what extent can Pentecostal Churches in Eastern Congo be regarded as potential peace constituency? by using the Pentecostal Churches in Goma as an example.

 

Hypotheses

Due to their theological orientation emphasising the role of Christians as ambassadors for reconciliation, Pentecostal Churches in Eastern Congo could play an active role in conflict transformation. Their regional (i. e. region of the Great Lakes) connection with other reconciliation activists could support an expansion of this kind of engagement. In this way, their potential for forming a peace constituency could indeed be enhanced.

 

Denominational as well as social (e. g. ethnic) tensions could constitute partially insurmountable obstacles to any kind of societally relevant engaging in conflict transformative activities. If conflicts within and between congregations exist and are not dealt with constructively, a significant role of Pentecostal Churches in the peace-process cannot be expected.

 

Bibliography

Berghof Research Center: Peace Constituency. http://www.berghof-foundation.de/en/glossary/peace-constituency, 28/06/2009.

Dudouet, Veronique (2006): Transitions from Violence to Peace. Berghof Research Center for Constructive Conflict Management: Berlin.

Gifford, Paul (1998): African Christianity. Its Public Role. London: C. Hurst & Co. (Publishers) Ltd. UBBT 55/BO 6 965 A 258 G 4.

Lederach, John Paul (1997): Building peace: Sustainable reconciliation in divided societies. Washington, D.C: United States Institute of Peace Press. 

23.6.09

Eagle Guesthous

Hallo,

das Angebot umfasst EINE Wohnung mit 3 Zimmern. Nun sollten wir uns überlegen, ob dies wirklich von allen gewünscht wird. Kosten knapp 200 Euro für jeden pro Monat. Ein Einzelzimmer kostet ca. 350 Euro pro Monat.....
Allgemein kann ich mir gut vorstellen in diesem Guesthouse abzusteigen. Pool, Bar, SatTV, Internet....ganz mein Standard.

http://www.panoramio.com/photo/9983114

Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochachtung

Felix

Gute Nachricht

Richtig Kohle!

Mit der Finanzierung sieht es zunehmend schön aus. Jeder von Euch bekommt €1700,- von uns. Der Betrag setzt sich zusammen aus Studiengebühren (€1000) und Lehrforschungsmitteln (€700). Ich versuche noch mehr aus anderen Quellen zu bekommen. Ich überlege auch, ob wir das mit DAAD weiter machen möchten, denn wirkliche finanzielle Entlastung bringt das nicht. Und ich könnte früher zurückfliegen…

22.6.09

Kitwe ca. 1955


Esther und die Beratung

THEMA: Umgang von Kleinunternehmern in Sambia mit Unsicherheit

Entsprechen Business Services dem Problembewusstsein der Kleinunternehmer?

Hm. Hier würde ich mich auf ganz spezifische Dienstleistungen beschränken (z.B. von NGOs, Regierung). Meine Vermutung ist dabei, dass das Aufsuchen solcher Beratung einen ziemlich kleinen Teil der vielfältigen Strategien ausmacht, wie Kleinunternehmer Probleme lösen und Berechenbarkeit suchen. Ich vermute, dass der Beitrag von Business Services marginal sein wird. Ich frage mich, ob ich eine spezifische Dienstleistung untersuchen will, die so marginal ist.
Außerdem impliziert das eine Art Evaluation der Dienstleistung und das wäre eine große Aufgabe.
Abgesehen davon: Was bedeutet Problembewusstsein? Nur die Definition eines Problems oder gehören dazu auch Lösungsansätze/die Einschätzung des Handlungsbedarfs?

Welche Rolle spielt Beratung für die Problemlösung von Kleinunternehmern?

Hier müsste ich die Probleme/Problemlösung vorher definieren. Dabei ist es gerade auch mein Ziel, lokale Problemdefinitionen herauszufinden.

Begriff „Beratung“ (was umfasst das?)
• Business services von NGOs, Regierung – öffentlich subventioniert
• Business services der Privatwirtschaft
• Eingebettete Beratung von Kleinunternehmen in ihren Geschäftsbeziehungen (wechselseitige Infos/Trainings z.B. von Partnern)
• Gespräche mit Verwandten, bekannten Geschäftsmännern (informell)
• Ratschläge innerhalb von Verbänden, Kreditgruppen, Netzwerken
• Aufsuchen von Heilern
• …
Sollte ich das ganze Spektrum abfragen? Dieses Definitionsproblem stellt sich auch bei den folgenden Fragen:

Welche Rolle spielt Beratung für Kleinunternehmer in der Absicherung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten? Oder: Welche Rolle spielt Beratung für Kleinunternehmer in der Schaffung von Erwartungssicherheit?

Müsste ich dann auch die Relevanz von Beratung im Kontext vielfältiger anderer Strategien der Absicherung bewerten? Also müsste ich Bezug zu anderen vielfältigen Strategien nehmen (Familiennetzwerken, wirtschaftlicher Zusammenarbeit, Selbstorganisation…)? Das wäre eine ziemlich breite Aufgabe

Bei welchen Problemen suchen Kleinunternehmer Beratung/Rat auf?

Hierzu fällt mir nix mehr ein…

Felix und die Wirtschaft

Erster Entwurf der Forschung in Sambia


Ausgangslage

• Sambias Wirtschaft ist durch die einseitige Abhängigkeit von Kupfer geprägt und konnte hiervon bereits während und noch eine zeitlang nach der Kolonialisierung profitieren. Seit dem kontinuierlichen Verfall des Kupferpreises ist ein wirtschaftlicher Niedergang zu beobachten.
• Mit verursacht wurde die wirtschaftliche Talfahrt auch durch die hohe Korruption und die Ineffizienz der staatlichen Wirtschaftspolitik
• Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken geschah eine neo-liberale Ausrichtung der Wirtschaft, was die Privatisierung der meisten Mienen im Kupfergürtel zu Folge hatte. Dennoch konnte die wirtschaftlich negative Entwicklung – auch mit Unterstützung westlicher Geber - bis heute nicht gestoppt werden. Es ist ein sprunghafter Anstieg des informellen Sektors zu konstatieren.
• Allgemein sind nun immer mehr Menschen in Sambia – und besonders im Kupfergürtel – von extremer Armut bedroht. Die (vormalige) Hauptbeschäftigungsmöglichkeit Lohnarbeit in den Mienen nimmt kontinuierlich ab.

Analyserahmen

• Die Forschung wird sich auf die Stadt Kitwe im Norden Sambias konzentrieren. Kitwe ist die drittgrößte Stadt des Landes, zählt ca. 500.000 Einwohner und ist das Zentrum des Kupferbergbaus. Bemerkenswert ist die Tatsachte, dass Kitwe erst in den 1960ern gegründet wurde und ein derartiges Wachstum erlebt hat.
• Der Verfall des Kupferpreises hat Kitwe schwer getroffen und einige Mienenschließungen haben zur verstärkten Arbeitslosigkeit geführt. Dennoch ist die Wirtschaftsstruktur nicht monotheistisch auf den Bergbau abgezielt. Vielmehr haben sich zahlreiche Industriezweige angesiedelt: Elektrotechnik, Brauereien, Eisenverarbeitung, Möbelindustrie, Schmuck und Edelsteinverarbeitung. Zudem ist der Markt in Kitwe der größte im gesamten Umkreis und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor geworden.

Relevanz

• Kitwe ist zwar vom fallenden Kupferpreis hart getroffen, dennoch hat sich eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur gebildet und die völlig einseitige Abhängigkeit vom Kupfer reduziert. Durch die Entlassungen sinkt allerdings die durchschnittliche Kaufkraft und es befindet sich weniger Geld im lokalen Wirtschaftskreislauf. Es ist diesbezüglich zu untersuchen, in wie weit sich die Wirtschaftsstruktur Kitwes von den Kupfermienen losgelöst hat und ob die Privatisierung/Schließung/Verringerung der Mienen sich nachhaltig auf die lokale Wirtschaft im Raum Kitwe auswirkt. Es wäre durchaus denkbar, dass einige Wirtschaftszweige von dieser Entwicklung kaum tangiert sind, andere wiederum massiv.

Zentrale Fragestellung

In wie weit wirkt sich der schwankende Kupferpreis und die damit verbundene Privatisierung und Schließung von Mienen in Kitwe auf die lokale Wirtschaft aus?


Mögliche Methoden/Vorgehensweise

• Analyse der Wirtschaftstruktur in Kitwe: Zentrale wirtschaftliche Akteure
• Entwicklung im Mienensektor dokumentieren – Privatisierungsentwicklung und damit einhergehende Entlassungen analysieren
• Befragung lokaler wirtschaftlicher Akteure. Hierbei ist zu klären, ob eine Konzentration auf einen Sektor geschieht (Bsp. Eisenverarbeitung), oder ob ein Querschnitt erfolgt. Bei einer breiter Angelegten Untersuchung könnten bspw. Marktfrauen, örtliche Händler oder Firmenbesitzer befragt werden.

20.6.09

Alte Sachen...

Aller Anfang ist Schwer…
• Man weißt ungefähr, was man untersuchen möchte…
• Entwicklung in Sambia;
• Die Rolle von Kupfer in der Entwicklung, o.ä.
• Man weißt aber nicht, wie man die Frage erörtern könnte…
• Die Arbeit soll nützlich sein
• Sie soll konkrete Handlungsanleitungen machen
Und deswegen Flucht nach Vorne…
• Möglichst viel (im Grunde alles!) lesen…
• Schnell Hypothesen formulieren…
• Zu viel zu wollen und konfus zu sein…
Dabei geht es nur darum, wissenschaftlich zu arbeiten…
Man eignet sich wissenschaftliche Tatsachen an:
• über Vorurteile
• durch Vernunft
• anhand der empirischen Überprüfung
Leichter gesagt als getan…
1. Ausgangsfrage; sie muss
• Klar (präzise, konzise)
• Relevant (wirkliche Frage, nur Vorhandenes untersuchen, auf Verständnis abzielen)
• Machbar (realistisch) sein.
2. Sich antasten:
Lektüre:
• Ausgangsfrage
• Überschaubarkeit
• Analyse und Interpretation
• Unterschiedliche Ansätze
Wo findet man Texte?
• Beratung
• Zeitschriften
• Graue Literatur
• Literaturverzeichnisse
Wie liest man?
• Suche nach Ideen
• Texte verstehen
• zentrale Idee beibehalten
3. Die Forschungsfrage:
• Mögliche Fragestellungen
• Wahl einer Fragestellung
Verfahren
• Thema
• Frage
• Relevanz
4. Der Analyserahmen
5. Die Beobachtung / Datenerhebung
6. Datenanalyse
7. Schlussfolgerung
Bei 1-3 nimmt man von Vorurteilen und Schnellschüssen Abschied; bei 3-4 setzt man die wissenschaftliche Vernunft ein; bei 5-7 überprüft man seine Vorahnungen.