Erster Entwurf der Forschung in Sambia
Ausgangslage
• Sambias Wirtschaft ist durch die einseitige Abhängigkeit von Kupfer geprägt und konnte hiervon bereits während und noch eine zeitlang nach der Kolonialisierung profitieren. Seit dem kontinuierlichen Verfall des Kupferpreises ist ein wirtschaftlicher Niedergang zu beobachten.
• Mit verursacht wurde die wirtschaftliche Talfahrt auch durch die hohe Korruption und die Ineffizienz der staatlichen Wirtschaftspolitik
• Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken geschah eine neo-liberale Ausrichtung der Wirtschaft, was die Privatisierung der meisten Mienen im Kupfergürtel zu Folge hatte. Dennoch konnte die wirtschaftlich negative Entwicklung – auch mit Unterstützung westlicher Geber - bis heute nicht gestoppt werden. Es ist ein sprunghafter Anstieg des informellen Sektors zu konstatieren.
• Allgemein sind nun immer mehr Menschen in Sambia – und besonders im Kupfergürtel – von extremer Armut bedroht. Die (vormalige) Hauptbeschäftigungsmöglichkeit Lohnarbeit in den Mienen nimmt kontinuierlich ab.
Analyserahmen
• Die Forschung wird sich auf die Stadt Kitwe im Norden Sambias konzentrieren. Kitwe ist die drittgrößte Stadt des Landes, zählt ca. 500.000 Einwohner und ist das Zentrum des Kupferbergbaus. Bemerkenswert ist die Tatsachte, dass Kitwe erst in den 1960ern gegründet wurde und ein derartiges Wachstum erlebt hat.
• Der Verfall des Kupferpreises hat Kitwe schwer getroffen und einige Mienenschließungen haben zur verstärkten Arbeitslosigkeit geführt. Dennoch ist die Wirtschaftsstruktur nicht monotheistisch auf den Bergbau abgezielt. Vielmehr haben sich zahlreiche Industriezweige angesiedelt: Elektrotechnik, Brauereien, Eisenverarbeitung, Möbelindustrie, Schmuck und Edelsteinverarbeitung. Zudem ist der Markt in Kitwe der größte im gesamten Umkreis und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor geworden.
Relevanz
• Kitwe ist zwar vom fallenden Kupferpreis hart getroffen, dennoch hat sich eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur gebildet und die völlig einseitige Abhängigkeit vom Kupfer reduziert. Durch die Entlassungen sinkt allerdings die durchschnittliche Kaufkraft und es befindet sich weniger Geld im lokalen Wirtschaftskreislauf. Es ist diesbezüglich zu untersuchen, in wie weit sich die Wirtschaftsstruktur Kitwes von den Kupfermienen losgelöst hat und ob die Privatisierung/Schließung/Verringerung der Mienen sich nachhaltig auf die lokale Wirtschaft im Raum Kitwe auswirkt. Es wäre durchaus denkbar, dass einige Wirtschaftszweige von dieser Entwicklung kaum tangiert sind, andere wiederum massiv.
Zentrale Fragestellung
• In wie weit wirkt sich der schwankende Kupferpreis und die damit verbundene Privatisierung und Schließung von Mienen in Kitwe auf die lokale Wirtschaft aus?
Mögliche Methoden/Vorgehensweise
• Analyse der Wirtschaftstruktur in Kitwe: Zentrale wirtschaftliche Akteure
• Entwicklung im Mienensektor dokumentieren – Privatisierungsentwicklung und damit einhergehende Entlassungen analysieren
• Befragung lokaler wirtschaftlicher Akteure. Hierbei ist zu klären, ob eine Konzentration auf einen Sektor geschieht (Bsp. Eisenverarbeitung), oder ob ein Querschnitt erfolgt. Bei einer breiter Angelegten Untersuchung könnten bspw. Marktfrauen, örtliche Händler oder Firmenbesitzer befragt werden.
Ausgangslage
• Sambias Wirtschaft ist durch die einseitige Abhängigkeit von Kupfer geprägt und konnte hiervon bereits während und noch eine zeitlang nach der Kolonialisierung profitieren. Seit dem kontinuierlichen Verfall des Kupferpreises ist ein wirtschaftlicher Niedergang zu beobachten.
• Mit verursacht wurde die wirtschaftliche Talfahrt auch durch die hohe Korruption und die Ineffizienz der staatlichen Wirtschaftspolitik
• Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken geschah eine neo-liberale Ausrichtung der Wirtschaft, was die Privatisierung der meisten Mienen im Kupfergürtel zu Folge hatte. Dennoch konnte die wirtschaftlich negative Entwicklung – auch mit Unterstützung westlicher Geber - bis heute nicht gestoppt werden. Es ist ein sprunghafter Anstieg des informellen Sektors zu konstatieren.
• Allgemein sind nun immer mehr Menschen in Sambia – und besonders im Kupfergürtel – von extremer Armut bedroht. Die (vormalige) Hauptbeschäftigungsmöglichkeit Lohnarbeit in den Mienen nimmt kontinuierlich ab.
Analyserahmen
• Die Forschung wird sich auf die Stadt Kitwe im Norden Sambias konzentrieren. Kitwe ist die drittgrößte Stadt des Landes, zählt ca. 500.000 Einwohner und ist das Zentrum des Kupferbergbaus. Bemerkenswert ist die Tatsachte, dass Kitwe erst in den 1960ern gegründet wurde und ein derartiges Wachstum erlebt hat.
• Der Verfall des Kupferpreises hat Kitwe schwer getroffen und einige Mienenschließungen haben zur verstärkten Arbeitslosigkeit geführt. Dennoch ist die Wirtschaftsstruktur nicht monotheistisch auf den Bergbau abgezielt. Vielmehr haben sich zahlreiche Industriezweige angesiedelt: Elektrotechnik, Brauereien, Eisenverarbeitung, Möbelindustrie, Schmuck und Edelsteinverarbeitung. Zudem ist der Markt in Kitwe der größte im gesamten Umkreis und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor geworden.
Relevanz
• Kitwe ist zwar vom fallenden Kupferpreis hart getroffen, dennoch hat sich eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur gebildet und die völlig einseitige Abhängigkeit vom Kupfer reduziert. Durch die Entlassungen sinkt allerdings die durchschnittliche Kaufkraft und es befindet sich weniger Geld im lokalen Wirtschaftskreislauf. Es ist diesbezüglich zu untersuchen, in wie weit sich die Wirtschaftsstruktur Kitwes von den Kupfermienen losgelöst hat und ob die Privatisierung/Schließung/Verringerung der Mienen sich nachhaltig auf die lokale Wirtschaft im Raum Kitwe auswirkt. Es wäre durchaus denkbar, dass einige Wirtschaftszweige von dieser Entwicklung kaum tangiert sind, andere wiederum massiv.
Zentrale Fragestellung
• In wie weit wirkt sich der schwankende Kupferpreis und die damit verbundene Privatisierung und Schließung von Mienen in Kitwe auf die lokale Wirtschaft aus?
Mögliche Methoden/Vorgehensweise
• Analyse der Wirtschaftstruktur in Kitwe: Zentrale wirtschaftliche Akteure
• Entwicklung im Mienensektor dokumentieren – Privatisierungsentwicklung und damit einhergehende Entlassungen analysieren
• Befragung lokaler wirtschaftlicher Akteure. Hierbei ist zu klären, ob eine Konzentration auf einen Sektor geschieht (Bsp. Eisenverarbeitung), oder ob ein Querschnitt erfolgt. Bei einer breiter Angelegten Untersuchung könnten bspw. Marktfrauen, örtliche Händler oder Firmenbesitzer befragt werden.
lieber felix,
AntwortenLöschendein vorhaben gewinnt an konturen und inhalt. es ist noch zu volkswirtschaftlich um anschlussfähig zu sein, an der denkweise der geisteswissenschaften. das ist keine kritik, sondern eine feststellung, die dich anregen sollte, weiter am konzept zu arbeiten. mir gefällt deine fragestellung, aber sie sollte weiter konkretisiert werden in bezug auf eine formulierung, die geisteswissenschaftlich sein sollte. ich denke hier an der möglichkeit, nicht auf die frage einzugehen, in wie weit sich die wirtschaftsstruktur in kitwe von den kupferminen losgelöst hat, sondern wie wirtschaftsentscsheidungen in ausgewählten sektoren von dem bedürfnis geprägt sind, sich von diesen minen abzulösen. mit einer solchen fragestellung könntest du dann soziales handeln und soziale beziehungen in den mittelpunkt deiner untersuchung stellen und wärst nicht mehr auf faktoren angewiesen, mit denen wir geisteswissenschaftler nichts am hut haben. was hälst du davon? es ist denkbar, diese untersuchung bei wirtschaftsverbänden, politischen entscheidungsträgern und grossunternehmer durchzuführen; du könntest auch kleinere sektoren ins visier nehmen und gucken, wie sie mit blick auf kupferabhängigkeit ihre entscheidungen treffen. was meinen die anderen?
gruss
e.
Hallo,
AntwortenLöschenvielen Dank für die Anregung. Ich kann die Hinweise gut nachvollziehen. Ich werde bis zum nächsten Termin meine Frage weiter in Richtung "Geisteswissenschaften" präzisieren.
Gruss
Felix
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
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